pascaltschudi.ch – blog

it's about me and my world…

8523 km | Skorovodino – Chabarovsk

Publiziert am | 22 Februar 2012 | Keine Kommentare

So au dä zweiti volli Tag im Zug isch meh oder weniger ruhig verloffe, mir hend einerseits es längschte Tunnel vo dä Transsib mit 2.2 km und denn no diä längschti Brugg über dä Fluss Amur mit ebenfalls enere ähnliche Längi überquert. Aber suscht isch es nid eso sehr spannend gsi; d’steppeartigi Vegetation hett sich mit Waldhügel abgwechslet.

Im Zug dinne isch es doch einigermasse amigs sporadischerwiis spannend worde. Entweder bin ich uf dä Suechi nochere freie Steckdose für mis Natel in unbekannti Gefilde cho und au so behandlet, denn hani müesse lärne wiä mer Nüssli mit dä Zäh knackt (dä eint Nochber hett nume gstuunet über mini Handknacktechnik und gmeint ich segi so no bis Wladivostok dra mit Nüssli knacke…) und dass mer do Konservedose mit em Messer direkt ufsäblet.

Au es paar komischi Nochbere hämmer churzfristig übercho für diä eint oder ander Bahnhofstation – zwei voll verpeilti älteri Herre, wo glaubs em Stereotyp “Wodkatrinker” voll entspreched. Sie sind aber nid nume vo üs schepps aglueget worde und das nid zu unrecht, denn dä eint hett z.B sini Notdurft im Wageübergang bi Minustemperature erlediget, als ich grad zruggcho bin vo minere Steckdosesuechi. Au üs hend sie ihrersiits sehr als ä “fremdartige Person” (hüttigi Froog im Kreuzworträtsel) erläbt und üs nümm us dä Auge loh.

Insgesamt hend mir uf dere Zugstrecki verschiedeni Klasse vo Persone kenneglernt – diä einte hend eim ignoriert und mir sie au, denn diä Andere hend a eim so sehr Freud gha, dass es nervend worde isch, widär Anderi sind so komisch gsi, dass mir sie eigentlich hend welle miede und diä Letschte sind diä Angnehmschte gsi, söttigi wo nett gsi sind und sich für eim uf ghobenem Niveau interessiert hend. Also ihr gsehnd au do in Russland sind diä underschieichschte Personegruppe vorhande ;-)

Churz vor dä Sächsi sind mir denn do in Chabarovsk acho und hend dä Zug chönne verloh. Schnurstracks sind mir mit em richtigi Tram zum Hotel (jo das mol würklich äs richtigs Hotel, denn i dere Stadt gits keis Hostel oder was Ähnliches). Dört acho hett üs öpä diä gwohnti Situation erwartet – kei englisch verstohendi Agstelle und nid es würklichs fründlichs Empfange und keinerlei Anzeiche vo Serviceleistige für dä Gast! (“whithout breakfast”)

Nochem Rasiere und Dusche im Hotelzimmer simmer denn i d’Ichaufsstross zum es кафе z’finde um mol widär was Warms in Buuch z’becho – zwor nid grad das was mer sich vorgstellt hett (griechischer Salot und Pizza bzw. Spaghetti bolognese), aber egal!

No öpis, wo üs do ufgfalle isch und zwor erschiints dene Lüüt do, egal wo mer isch, so abwegig en Usländer aztreffe, dass wenn mir amigs eifach uf englisch afanget rede, sie jewiils im erschte Moment gar nid schnallet, dass das Englisch isch sonder, dass mir eifach undütlich Russisch redet und sie üs drum nid verstönd…scho no witzig :-)

Sodeli das wärs vo hüt und sorry, dass i nid eso viel Föteli han, aber mis iPhone isch emol churzfristig mangels Energie tot gsi…

PS: Mir lieget jetzt grad i üse Bett und lueget simultanübersetzti englisch-russischi Blockbusters…

20120222-224029.jpg

20120222-224043.jpg

20120222-224107.jpg

7306 km | Chita – Skovorodino

Publiziert am | 21 Februar 2012 | Keine Kommentare

So eigentlich isch dä hüttig Tag schnell verzellt, denn mir hend än vorallem mit Zufahre verbrocht vom Morge bis am Obig! So chömmemer üsem Endziel em Pazifik und Wladivostok in grosse Schritt immer nöcher…

Was do suscht no so abgoht im Zugswage isch hauptsächlich ächli us em Fänschter luege und diä vorüberziehendi Landschaft (heiss uf Russisch im Fall glich und d’Bedütig isch ebefalls deckugsglich) gnüsse, denn ab und zue was Schwätze mit dä Nochbere (so guet es denn halt goht…), denn zwüsched dure emol ächli russischi Folklore vomene schâppernde Natel lose und dezuä no es Krüzworträtsel löse.

Ah jo jetzt hani beinah es Wichtigste vergesse und zwor äs sich Verpflege, das wird do in regelmässige Abständ fascht rituell zur Ziitüberbrückig praktiziert. Au mir misched do chräftig mit – Z’Morge mit Honigbrot, Ei und Tee, dänn Mittagesse mit kaufte Momos (Teigtäsche gfüllt mit Härdöpfel) vo dä Babuschkas vom Bahnsteig, und als Z’Nacht Instant-Nudeln mit Brot und denn no en zünftige Dessert bestehend us Süssgebäck hauptsächlich gfüllt mit Karamelcreme. Ah jo und denn ganz um Schluss no es Bettmümpfeli us gräuchertem Fisch (ok, das isch natürlich nid freiwillig gsi, aber sones Agebot vom Nochber ablehe, wäri nid eso diä feini Art…do muess mer jetzt dure!).

Jo das wäri also was hüt so dä langliebi Tag passiert isch, ah jo ich hani fascht no vergesse erwähne, wiä schlecht mini letschti Nacht do im Zug gsi isch – aber will jetzt nid witär druf igoh, aber eis mueni denn doch no erwähne und zwor isch es dusse während dä Nacht glaubs recht frisch gsi (gschätzt um di -35 Grad), well erschtens hani do im suscht heisse Zug chalt übercho und mich mitere Wulledecke zuedecke und zweitens hetts am Morge inne am undere Fenschterrand Rauhriif und Iis gha!

Was sich eigentlich dusse eso vor üsem Fenster abspielt isch z.T ächli monoton – Wälder us Birke und Tanne, Hügel und Wiesene und ächli Schnee und zwüscheddure amigs no es Städtli (wo vorallem us em Bahnhof und vilä Holzhüsli bestoht..). Was vorallem dra fasziniert isch di unendlichi Wiiti vo dem riesige Land – noch üsne Schätzige fahred mir mit dä Transsib beinahe 1/3 um d’Welt (uf dem Breitegrad bezoge natürlich)!

Guet Nacht (hoffentlich besser als geschter!) und bis bald…

20120221-224044.jpg

6198 km | Ulan-Ude – Chita

Publiziert am | 20 Februar 2012 | Keine Kommentare

Hüt hends mir bim aufstoh relativ gmüetlich gnoh, well uf üsem Tagesplan nid eso viel Sache gstande sind. Um di Nüni hend mir denn aber d’Fädere doch verloh und es erschte wo mir (oder besser gseit dä Denis – üsen Hostelbsitzer) gmacht hend isch nomol en Versuech z’starte mit em Bueche vomene Hotelzimmer in Khabarovsk – tatsächlich es hett klappet, ok dä Priis wüssed mir zwor nonig aber hoffemer mol sie ziehnd üs nid über dä Tisch :-(

Wiä scho fascht Tradition hetts denn Z’Morge geh in üsem scho as Herz gwachsene Kafi – das mol Brot mit Honig und dezuä en Tee und en Smoothie bzw. Saft. Das mol isch d’Rechnig sogar no tüüfer gsi als geschter….

Grad churz noch dä Öffnig vom geologische Museum am Elfi hend mir dört ganz vili Stei chönne bewundere – es hett sogar Kunst geh us dene Materialie (ganz kitschigi Steibildli).

Mit em Trämli isch es drufabe zum lokale Markt gange um üs dört mit Lebensmittel für diä anstohendi zweitägigi Zugfahrt i z’decke (Brot, Chäs, jenschti Suessware, Banane, Tee und rohi Eier, wo mir denn im Hostel no gschwind kochet hend (wo mir zweimol hend müesse poschte well diä erschte Zwei bim Falleloh vom Ichaufssack natürlich vertätscht sind)). Au em Sputnik-Supermarkt hemmer no gschwind en Bsuech abgstatte, das vorallem wegem z’Trinke. Es Poschte funktioniert also langsam scho recht problemlos, ok mängsmol bruchet mir denn scho no d’Hilf vom Russisch-Büechli oder vom Übersetzigs-App vom iPhone, nume mängsmol erstuunt mich immer no, dass do d’Verchäufer sehr unmotiviert sind, aber villicht isch das jo normal?

Zrugg im Hostel hemmer üs denn langsam parat gmacht zum uf dä Bahnhof z’goh, d.h. Zämärume und Packe und es letschti mol än rächte Toilettegang z’verrichte.

Vollbepackt isch es denn z’Fuess zum Bahnhof gange und riibigslos (nochdem mir au no usegfunde hend uf wellem Gleis üsen Zug fahrt) ihstiege und uf üsem Sitz bzw. Bett i dä 3. Klass Platz gnoh (mir sind widär emol nid würklich i dä Nöchi vonenand platziert worde, aber zum Glück isch nid alles bsetzt und so hemmer mindischtens während em Tag bim Sitze chönne nebedenand si und quatsche…).

Nebed üs hetts widär emol es paar Hüehner, wo sehr Freud hend a üs, hans Gfühl sie hend sich scho dä ganzi Obig über üs luschtig gmacht – aber egal ;-)

Diä erschte Kilometer noch Ulan-Ude sind landschaftlich sehr reizvoll und abwechsligsriich gsi – Hügel mit Tannewälder und steppeartigi flachi Graslandschaft und das alles mit erstunlich wenig Schnee bedeckt!

Ah jo mit hend glaubs scho widär ä Ziitzone übersprunge, sind üs aber nid eso einig wieviel und sowieso isch das mit dä Ziite und em Sunnestand alles ächli komisch, denn je wiiter mir in Oste chömmed desto länger hell isch es am Obig (jetzt scho fascht bis am 19.30 Uhr und das im Februar!).

So jetzt lieh diä erschti Nacht im Zug vor üs und morn Morge söttemer denn noch einige Kilometer scho noch Chita si…hoffe ich chan ächli penne i dem churze Kajütebett :-(

PS: I dä Schwiiz hett hüt jo für üs Beidi d’Schuel widär agfange – scho no komisch soviel Kilometer weg devo z’si…

20120220-210806.jpg20120220-210828.jpg20120220-210845.jpg

Ulan-Ude unter der Lupe

Publiziert am | 19 Februar 2012 | Keine Kommentare

Üsen hüttig Tag hemmer ächli langsam agoh loh mit emene gmüetliche und feine Z’Morge imene Kafi mit Waffle und Ahornsirup.

Mit em Marschroutentaxi isch es denn ungefähr in 15 Minute use zumene Freiliechtmuseum über diä verschiedene lokale Ethnien mit ihrne Behuusige. Zuäsätzlich hetts dört no en Zoo geh mit ebenfalls dä lokale Fauna bestohend us emen kollerische Bär (siehe Video), zwei wullehoorige Kamel, emene bissige Wolf und emene Rehntier mit nur emene halbe Gweih. Uh jo do während em Zoobsuech hani denkt jetzt verlüri mini Zeche – es isch so bitterchalt gsi trotz steahlendblauem Himmel. Au üsi eigne Spieltrieb sind denn no befriediget worde, well mir hend d’Möglichkeit zum Iisschlittle üs nid entgoh loh (well mir kei Skihose agha hend, sondern nume Jeans, hend üsi Händsche als Schlittelunterlag anehebe müesse…)!

Zrugg im Stadtzentrum bim gröschte Lenin-Kopf sind mir denn es Billet für üsen Balletobig gogä bsorge (es hett sogar no eis geh, ohni irgendwas vorzreserviere und au dä Priis hett sich chönne gseh loh mit 16.- CHF pro Person!).

Zum Z’Mittagesse simmer denn i d’Ichaufsstross und hend ä Pizzeria gfunde, wo mir üsi Energiereserve hend chönne uffülle. Ich han mich denn no dezue entschiede mir en chürzere Hoorschnitt z’verpasse und dä Coiffeur däzuä isch au schnell gfunde gsi underdesse isch dä Fabian gogä Poschte im Supermarkt für dä Z’Nacht (Fotzelschnitte mit Zimt-Zucker). Ich han erschtmol müesse bim Astoh zum Coiffeur usefinde, wer nume uf öper wartet und wer würklich en Hoorschnitt möcht verpasst ha. Noch einiger Ziit und demonstrativem Innestoh im Wartelokal isch denn en Friseurstuehl freiworde und ich han Platz gnoh und mit em öpä einzige Satz, woni uf Russisch bererrsch hani minere Coiffeuse klar gmacht, dass ich us dä Schwiiz bin – я из швейицария. Somit hett si ufghört mit mir Russisch z’bable und mir hend beidi uf Zeichesprooch gwächslet. Hett eigentlich alles guet klappet, mini einzig Sorg isch gsi, dass i am Schluss zu churzi Hoor han, aber ich bin relativ z’friede mit em Ergebnis und das bi dem Priis vo umgrechnet knapp 11.- CHF sowieso. Noch enere fründliche Verabschiedig vo minere burjatische Coiffeuse hend mir üs beidi denn widär im Hostel troffe und sind drufabe denn zum Opere- und Baletttheater (es Gebäude vo usse isch scho mega schön, aber wenn mir inne dä Theatersaal mit sine Verzierige gseht isch mer baff…) marschiert um üs emene Balett zum Thema
“Tausend und eine Nacht” z’erkwicke.

Zrugg im Hostel sind denn diä Fotzelschnitte i d’Pfanne cho und mir hend au no probiert es nöchschte Hotel in Khabarovsk z’reserviere, wells anschiinend nume so würdi funktuoniere. Doch ihr chönd eu jo denke, wiä das widär emol usecho isch – englisch isch es Fremdwort und Touriste sowieso unerwünscht. Sogar mit Hilf vo üsem Hostelgastgeber hetts nid klappet, denn bi ihm hetts zwor nid wiä bi üs gheisse “no room, no room”, sondern ihm isch relativ harsch erklärt worde, dass im zum jetzige Ziitpunkt kei Reservationen agneh werde chönd, es zueständige Department hegi morn ab em Nüni widär offe! Üsen Gastgeber hett nume gmeint, das segi halt no es Hotel, wiä noch sowejtischem Vorbild – uff mol luege was do no uf üs zuächunnt :-(

So das wärs emol vo üsem Sunntig do in Ulan-Ude, morn lueget mir denn no paar Museen a bevors am Mittag mit dä Transsib witär goht Richtig Khabarovsk.

20120219-214135.jpg

20120219-214150.jpg

20120219-214206.jpg

20120219-214220.jpg

20120219-214232.jpg

20120219-214245.jpg

20120219-214303.jpg

20120219-214313.jpg

5640 km | Irkutsk – Ulan Ude

Publiziert am | 18 Februar 2012 | Keine Kommentare

Hüt Morge hett üsen Wecker um di Achti glütet und mir hend denn üses Gepäck widär parat gmacht, hend no gschwind es Hostel zahlt und sind denn zur nöchstglegene Trämlistation vollbepackt gloffe.

Knapp vor dere Haltistell hett üs doch sones Trämli überholt und mir hends somit verpasst, doch kei Problem es fahret jo gnueg vo dene. Doch denkste, grad es paar Minute wo mir scho d’Haltistell erreicht gha hend, isch üs es relativ demolierts Auto vo dä andere Siite entgegecho. Han do scho ä Vorahnig gha, dass was passiere chönnt und tatsächlich grad es paar Sekunde spöter hend mir i de nöchschte Kurve chönne zueluege, wiä das ebe beschribäne Auto in es Anders hinne inetütscht isch und denn devo grast isch! Das widärum isch denn uf dä Stross stohblibä und hett genau d’Trämlischiene blockiert – ouh nei jetzt chunnt üses nohende Trämli natürlich au nid dure. Ich glaubs dä Zwüschedfall hett dä ganzi Morgeverchehr durenandbroocht.

Mir hend üs denn zwungenermasse also au müesse entscheide z’Fuess zum Bahnhof z’goh. Uff isch das
müesam gsi und vorallem chalt am morge früeh, wenigschtens simmer aber gnueg früeh dra gsi und sind nid Gfohr gloffe üsen Zug uf Ulan-Ude z’verpasse (jo jo üsi Hostelfrau isch sehr erstuunt gsi, wieso mir eso viel vorher scho zum Bahnhof gönd, aber mir sind glaubs scho dra gwöhnt, dass do in Russland einiges schief goh chan und mir somit gnueg Puffer ibaut hend…sind mir schlau!).

Rund 30 Minute vor Abfahrt isch dä Zug in Irkutsk igfahre und mir hend üses ganze Gepäck i üses Abteil verlade, damit mir no gschwind händ chönne go Verpflegig poschte (Brot, O-Saft, Striichchäs und Tee).

Denn isch es au scho losgange mit dä Zugfahrt noch Ulan-Ude und zwor mir zwei und en wiitere junge asiatisch ussehende Bueb imene Viererabteil.

D’Landschaft vor em Zugsfänschter isch um einiges spannender gsi, also bisher bi üsere Transsib-Streckene. Mit Tannewälder bedeckti Hügel, Uferbereich am Baikalsee und höchi Gebirge sind so diä geomorphologischi Forme do gsi…

Noch dere rund 8-stündige Fahrt simmer denn pünktlich churz vor em Sechsi am Obig in Ulan-Ude acho – üsen erschte Iidruck: zwor ä so grossi Stadt wiä Züri (sie mached do sogar Werbig fürs oder mit üsem Matterhorn – siehe Bild) aber dennoch sehr gmüetlich und sehr chlinrümig! Mol luege öps do gnueg z’seh git für üs bis am Mäntigmittag…

D’Suechi vonere Unterkunft hett sich do sehr als sehr unkompliziert erwiese – üses gfundene Hostel im Internet isch bewohnt gsi und somit hend mir ganz eifach chönne als Gäscht empfange werde – so muss das sein!

Susch hani eigentlich nümme viel z’verzelle zu dem doch eher ruhige Tag…aber es muess jo nid immer voll Action si, macht eim nume müed ;-)

20120218-185140.jpg

20120218-185152.jpg

20120218-185159.jpg

20120218-185223.jpg

20120218-220406.jpg

Baikalsee – Listvyanka II

Publiziert am | 17 Februar 2012 | Keine Kommentare

Churz vor em Nüni simmer beidi ufgstande und denn uf direktem Weg zum ersehnte scho vorbereitete Z’Morge (ganz viel Omelette) gstürzt. Mit vollem Buch hend mir alles packt und es obligate dick und warm alegge vollzoge und hend üs denn vo dä Rita und em Sascha verabschiedet.

Relativ schnurstrack (gjagt vo bellende Hünd, wos do a fascht a jedem Huusegge git) sind mir use uf dä See gwanderet und denn paralell zur Küste Richtig Baikalmuseum und Ussichtsberg. Dä Himmel hett kei einzigs Wülchli gha und dementsprechend hend mir üses Minimum bezüglich Temperatur vo üsere bisherige Reis erreicht – Minus 23 Grad, do isch eim buechstäblich dä Atemdampf direkt a dä Jacke zu Rauriif erstarrt! Also wenns nume es bizeli gluftet hetti wäred mir glaubs erfrore, aber so windstill und mit Sunneschi isch es no einigermasse ushalbar gsi…

Defür isch dä Spaziergang uf em Baikalsee dä Hammer gsi - mega schöni Liechstimmig mit Iis und Schnee und alles hett glizeret! Noch rund einere Stund sind mir denn widär as Land und händ es Museum über dä Baikalsee bsuecht. D’Usstellig isch mega schön gmacht gsi und wäri us naturwissenschaftlicher Sicht sicher mega spannend gsi, wenn mer Russisch verstande hetti, denn es isch eim genau erklärt worde wiä dä tüfschti See vo de Wält mit rund 20% vo dä Süesswasser-Reserve, entstande chönti si. Aber dä Bsuech hett sich allemal glohnt, au wenns nume wege dä iheimische Fisch im Aquarium gsi isch.

Noch dem Bseuch isch ä Wanderig uf en Ussichtsberg agstande, doch z’erscht hemmer emol dä Istieg i dä Weg finde müesse – also widär emol ganz viel Passante demit beläschtige. Es hett schlussendlich au klappet und mir sind voremene Skilift gstande, jo Richtig Skilift, sie fröned do also au dem Wintersport. Es Skigebiet isch zwor nume us dem Ussichtsberg bestande mit jewiils eim Sessellift und emene Schlepplift und denn no etwa drü Pischte. Au Skifahrer selber hetts nid dähufe gha und Pischte sind erscht gar nid prepariert gsi, wiä das bi üs de Fall wäri.

Mir hend denn au dä Sessellift gnoh zum uf dä Bergspitz z’cho und nochemene kurze Marsch hend mir dä usgwieseni Ussichtspunkt erreicht – mega cooli Ussicht über en grosse Teil vom Baikalsee und sinere Umgebig inklusive em Usfluss dä Angara. Super Glegeheit für zum ächli Z’Fötele…!

Churz ä Teepause im “Bergrestaurant” und denn widär abe mit em Sesseli und zrugg zur Autobushaltistell bim Museum. Denn mir hend üs uf dä Rückweg noch Irkutsk gmacht noch dem zweitägige Usflug an Baikalsee. Mir hend denkt es zrugg cho mit somene Büssli chenti no schwierig werde ganz so ohni feschte Fahrplan, doch mir chönd üs jo au mol im Negative irre, denn alles hett riibigslos klappet, noch rund 15 Minute hett sones Gfährt aghalte und üs ufgablet. D’Fahrt zrugg noch Irkutsk isch dasmol nid eso ä Raserei gsi, dä Fahrer isch relativ human umekurvt.

Acho in Irkutsk simmer sogar z’mittzt im Zentrum bim Markt (und nid dört wo mir bi de Hiireis noch Listvyanka igstiege sind usserhalb bim Autobusbahnhof) und das isch üs sehr gläge cho, denn erschtens hemmer denn grad für üsen Z’nacht chönne go poschte und zweitens simmer nöcher bim Hostel gsi.

Glaubs hüt sind üsi Nerve für eimol nid ganz eso starch strapaziert worde wiä suscht amigs, denn fascht alles wo mir planet gha hend hett ohni Problem funktioniert – isch jo fascht langwiiilig ;-)

Zrugg im Hostel hend mir denn emol selber kochet und zwor Spagetti mit selber gmachte Tomatensauce (mir hend alli Zuetate frisch uf em Markt becho – Tomaten, Rüebli, Zwieblä, Chnobli und Basilikum; nume dä Chäs zum Raffle isch nid eso eifach z’finde gsi – am Schluss hend mir anschiinend es Produkt us oder noch Art vo dä Schwiiz i üsem Ichaufsbütel gha) und emene im Markt kaufte Salot (mir hend do eifach verschiedeni Gmües chönne uswähle bimene Marktstand – fein isch er denn au gsi).

So morn geits wiiter mit em Zug noch Ulan-Ude…

20120217-224002.jpg

20120217-224026.jpg

20120217-224050.jpg

20120217-224112.jpg

20120217-224133.jpg

20120217-224144.jpg

Baikalsee – Listvyanka I

Publiziert am | 16 Februar 2012 | 1 Kommentar

Uff also hüt Morge am halbi Achti, wo mis Natel glütet hett, hani aber mega Müeh gha zum mich ufzraffe zum us em Bett z’cho – kei Wunder dusse iisigchalt und im Bett wohlig warm ;-) Mir hends denn Beidi aber doch no gschafft, hend üses chline Gepäck packt und es grossi Gepäck im Hostel abgstellt. Denn simmer au scho widär parat dusse uf dä Stross gstande und hend eigentlich äs Кафе zum Z’Morge esse gsuecht, doch es hett nid würklich söttigi gha oder wenn jo denn sinds no gschlosse gsi (isch jo klar, Morge am halbi Nüni isch jo no viel z’früeh…Ironie).

Denn hemmer üs halt ohni volle Buch zum Autobusbahnhof gmacht und sobald mir us em Trämli gstiege sind, hett üs scho es Marschroutentaxi aghuupet, anschiinend gsehnd mir immer no noch Touriste us und die wönd schliesslich noch Listvyanka. Ok mit eifach Istiege isch es denn aber nonig getan, mir händ nämli fascht 45 Minute müesse warte bis mir abgfahre sind, well sones Gfährt fahrt ebe erscht, wenn alli Plätz bsetzt sind! (ok es isch am Schluss immer nonig voll gsi…aber egal). D’Fahrt uf Listvyanka hett öpä nume rund 1 Stund duuret, hetts aber dennoch insich gha – Kamikazefahrt uf schneebedeckte Strosse mit regem Gegenverkehr (also besser nid noch füre dur Frontschiibe luege, suscht Angscht!).

Heil acho i dem Städtli hemmer üses vorreservierte Hostel Sascha müsse finde, und das isch widär ä grösseri Herusforderig gsi ohni Charte und Strossenäme. Nochdem mir es paar mol hi und her gloffe sind und mit Hilf vo Passante isch es denn glunge – Wow das isch glaubs diä schönschti und heimeligschti Underkunft bis jetzt und denn au no mitemene fründliche Gast-Ehepärli.

Mit enere Planskizze vo dä Hostel-Muetter i dä Hand, hend mir üs denn alsbald uf dä Wäg gmacht zum “Dog Sleding Center”, wo mir vorgha hend zum echli Hundeschlitte z’fahre. Dört acho hend mir erschtmols nid eso viel Beachtig übercho, es hett zwor Lüüt gha (äs Fensehteam, zwei jungi Manne und es älter Päärli) aber die hend sich nid für üs interessiert. Also simmer echli dumm i dä Gegend umegstande und hend ächli dä Huskis, wo dörte gsi sind, zuglueget. Doch plötzlich isch en Hundeshlitte azrase cho und en ältere Herr hett üs agsproche und gfrooget öb mir au gern möchtet Schlitte fahre. Gesagt getan. Dä Fabian und ich sind nochenand öpä 5 km go Schlitte fahre dur dä Tannewald i dere schneebedeckte Märlilandschaft. Mir hend sogar jewiils selber im Stoh gstüüret, am Afang hett mer scho chli Respekt gha vo dere Sach aber denn isch es gange, dä älteri Herr isch jo uf em Schlitte au debi gsesse und hett Komandos geh sine Hünd. Also ich hans uf jede Fall als lässigi Erfahrig chönne abbueche…hett Spass gmacht!

Zrugg im Hostel hend mir üsi selbergmachte Sandwiches verdruckt und hend ä gueti Stund gruebet. So geg di halbi Vieri simmer denn is Dorfzentrum gloffe, aber nid uf irgend enere Stross, wiä ihr jetzt wohrschinlich vermuetet, sondern uf em gfroorene Baikalsee – mega lässig eifach so druf chönne z’laufe, jo sogar mit em Auto z’fahre! Es hett zum Teil entweder viel Tüüfschnee gha oder blankes Iis, oder sogar Iisschollene am Ufer.

Üsen Spaziergang zum Dorfzentrum isch fascht zunere Wanderig usgartet und mir hend äs Ufer vom Baikalsee entweder vom Land oder vom Iis us gründlichst beguetachtet. Als denn d’Sunne am Horizont am undergange gsi isch, hani ghofft, dass diä versperrende Wulche ächt verschwindet, damit ich cooli Föteli chent schüsse, doch ganz knappt hetts leider nid glanget, aber es Wätter isch suscht im Verglich zum Schneegstöber vo geschter viel besser gsi (mir hend üs sogar mit Sunnecreme müesse ischmiere!).

Z’Nachtesse hetts denn imene normale Restaurant (und nid Kafe, wiä suscht immer) geh. D’Underschiid sind einerseits im viel höchere Priis und anderersiits au im Esse, äs isch viel exklusiver (bi üs hett ganz viel Fisch direkt us em Baikalsee geh, eimol chalt in zwei Variante und denn no warm mit Gmües und Härdöpfel als Biilag – also warm hett mir dä Meeresbewohner gschmeckt, aber chalt, ich weiss nid eso recht…).

So jetzt höcklemer i üsem schone Holzzimmer im Hostel und freued üs uf ä ruhigi Nacht (do uf em Land isch es mucksmüslistill) und dä astohendi inkludierti Z’Morge…

PS: Irgendwie isch Russland ächli ä Servicewüeschti, hend das widär emol gmerkt bimene Kafibsuech do – bschtelle muess mer am Trese und au es Esse wird eim nid an Tisch brocht!

20120216-212301.jpg

20120216-212313.jpg

20120216-212325.jpg

20120216-212339.jpg

20120216-212350.jpg

20120216-212403.jpg

20120216-212413.jpg

Stadt Irkutsk

Publiziert am | 16 Februar 2012 | Keine Kommentare

Gastblogeintrag Fabian Ringli:
————————————————–Nochere ziemlich erholsame Nacht – mir sind z zweite imene Viererabteil gsi, wa dänn eigentlich de erschte Klass wür entspreche – simmer hüt am Morge z Irkutsk acho. Scho bald hämmer feschtgstellt dases do zimli warm isch, äs hät grad emol -11 Grad, däfür häts gschneit wie verruckt und alles isch scho tüf verschneit gsi. Nocheme mässig gmüetliche Zmorge im Wartsaal hämmer dänn üsi Bagasch möglichscht schnäll wele loswerde und sind si drum im Luggageroom go istelle – üses online vorbuechte Hostel hät üs äbe per Mail mitteilt dasmer ersch am Nomittag am Vieri inechöned. Als nögschst wär dänn dä Pascal fasch verhaftet worde wel ers gwogt hät dä Bahnhof z fötele wa i däm komische Land strengstens verbote isch. Er hät dänn dä Polizischt miteme andere Föteli vo dä Stross chöne besänftige. Jo und dänn sind üsi Nerve wiederemol – wie eigentlich fasch jede Tag und au nid s letscht Mol für hüt – arg strapaziert worde: Mir händ nämli wele äs paar witeri Zugbillett chaufe und usserdem usefinde öb ächt d Zirkumbaikalbahn (sonen Tourischtezug am Baikalsee noh wo eigentlich uf üsem Programm gstande isch) am Dunschtig fahrt. Leider häts jetzt aber i däm nid allzu grosse Bahnhof a öppe siebe verschiedene Ort Bahnschalter. Die befinded sich a allne mögliche verschiedene Egge und jede vo däne hät anschinend sind eigete Ufgobebereich. Leider wüsseds aber sälber nid weli das da sind und so simmer natürlich x-mol hin und her gschickt worde bis üs öppe all Agstellte kännt händ. Öppe drü Stund nochdem mer acho sind simmer dänn endlich stolzi Bsitzer vo äs paar witere Bahnbillett gsi und händ erfahre das die Baikalbahn im Winter gar nöd fahrt. Das da würkli stimmt glaubemer bis jetzt nonig so ganz.

Nocher simmer dänn ändlich id Stadt wo uf dä andere Siite vom Angara-Fluss lit und zwor mitem Trämli. Und – oh Wunder – s Trämli isch genau so gfahre wes het söle und mir sind uf Ahieb fasch am richtige Ort usgstige. Als erschts simmer dänn zum Märt und händ vorusse än Stand mit so brune Dinger wo we Caramel usgseh händ atroffe. Aprise word isches üs dänn als Chaugummi doch im Muul häts sich zimli schnäll als Chautabak usegstellt und isch drum extrem schnäll im Abfallchübel glandet – so öppis grusigs! Nochdem mer dänn no di feine Sache ufem grosse und schöne Märt beguetachtet händ, simmer dänn go d Stadt aluege. Die hät üs ächt gfalle wel obwohl si 500’000 Iwohner hät würkt si a vielne Stelle ener wenes Dorf – s hät uh viel chlini verlottereti Holzhüsli und Bäum. Däzue ane isch alles no tüf verschneit gsi. Uf üsem Rundgang hämmer dänn zersch mol än Halt imme sehr chline aber im Verglich mit andere sehr türe Naturkundemuseum gmacht – äs isch eigentlich nume use paar schöne usgstopfte Tier und äs paar uralte Ufpasserinne bestande wo sich köstlich amene am Bode ibländete interaktive Multimediaspieli amüsiert händ. Ersch nochdem mor chli mürrisch dri gluegt händ wel s Museum so chli gsi isch hät üs än nette Herr inen Näbesruum gführt wo miteme Netz uskleidet gsi isch und ganz viel läbigi riesigi und farbige Schmetterling beinhaltet hät. Aschlüssend hämmer dänn ä Rundi durd Stadt trüllt und händ däbi paar schöni Chile wo fein noch Weihrauch gschmöckt händ besichtiget, änere luschtige Wachablösig bim ewige Füur zueglueget und äs Gländer am Fluss entdeckt wo alli Irkutsker Liebespärli äs Schloss mit Härzli druf amached. D Suechi nocheme Kafi zum Zmittag ässe hät sich als ungwöhnlich schwierig usegstellt, däfür hämmer festgstellt dases do a jedem Egge – würkli a jedem – ä Apothek hät, für was au immer. Nochdem mer doch no eis gfunde und üs mitere wiitere Borschtsch-Suppe gstärkt händ, hämmer probiert usefinde mit welem Bus mir ächt zum anschinend sehenswerte Angara-Staudamm chömed. Da isch wieder emol ganz schön knifflig gsi wel äs git au i däre Stadt – obwohl dä ÖV do rächt guet funktioniert – wie überall weder Fahrplän no Linieplän ade Haltistelle. Schliesslich simmer imene Marschroutetaxi glandet (äs chlises ängs 15er-Büssli wo eifach denn fahrt wänns voll isch) und da hät üs au tatsächlich as richtige Ort brocht. Nume isch dä Damm nid würkli sehenswert gsi und so simmer mitem Bus wieder äs Stuck zruck und z Fuess über äs paar gmeinförlichi Strosse zumne Museumsiisbrecher. Dä hät vo usse no schön usgseh, inne ischer nid wahnsinnig liebevoll igrichtet gsi, aber äs hät äs alts Ehepäärli gha wo üs freudig empfange het und üs au grad no ä Privatfüerig in Maschineruum botte hät.

Nochdem mer üs dänn ufem Märt no mit Essware für de Z acht ideckt händ, simmer zruck an Bahnhof gos Gepäck hole und dänn ab i üses vorbuechte Hostel. Doch wie chönts au andersch si, äs hät wieder emol gar nüt klappet und dä Tag hät sin nervliche Höhepunkt erreicht. Äs isch nämlich kein Chnoche umegsi bi däm Hostel, mir sind vor verschlossene Türe gstande und wäme aglüte hät häts gheisse: “zur Zeit nicht verfügbar”. So isch halt d Suechi nocheme neue Hostel losgange. Scho noch zwei Telefonarüef simmer aber fündig worde, händ üsen Rucksack gschulteret und sind mitem Trämli döt hi. Atroffe hämmer dänn tatsächlich äs gmüetlichs und sympatischs Hostel mitere unkomplizierte Gaschtgeberin wo flüssend Englisch cha und so simmer dänn erschöpft is warme Bett plumpst.

20120215-212723.jpg

20120215-212738.jpg

20120215-212751.jpg

20120215-212805.jpg

20120215-212819.jpg

20120215-212835.jpg

5185 km | Krasnojarsk – Irkutsk

Publiziert am | 14 Februar 2012 | Keine Kommentare

So öpä am halbi Nüni sind mir ufstande (früehner lohnt es sich eh nid, wells eh erscht noch dä Nüni do hell wird…), hend denn üsi Sache packt, hend Z’Morge im Zimmer geässe und sind denn zur Reception abe. Dört hett üs denn diä jungi charmanti Frau mit dä Hand am Kopf erwartet. Ihre hend mir denn wölle klar mache, dass mir üses Gepäck gern möchtet istelle bi ihne bis noch em Mittag. Mir hend ghofft, dass sie hüt villicht echli kulanter segi mit üs und üsne Wünsch und tatsächlich sind mir denn zu üsem Ziel cho (wenn au mit Google-Übersetzigshilf und Zätteli schribä, aber egal).

Denn isch en Bsuech im Heimatmuseum agstande, doch vor em Igang hemmer gmerkt, dass mir ä Stund z’früeh dra sind, wells erscht am 11 Uhr ufmacht. Drum hend mir diä Stund halt i de Stadt mit Poschte vo Lebensmittel für üseri witeri Zugsreis verbrocht (ok ehrlich gseit isch sind diä 60 Minute eher vergange mit dä Suechi nocheme Supermarkt – en nette Herr in flüssendem Englisch hett üs sogar doch no en gueti Hiwiis chönne geh).

Zrugg bim Museum hend mir denn au offeni Türe gha und sind üs dinne ächli gogä umeluege – viel Sache hend mit historischerwiis nid eso kennt, aber d’Usstellig isch liebevoll gstaltet gsi!

Öpä genau zur Mittagsziit hetts üs denn ines Kafi (in Russland isch es “кафе” ebenes eifachs Resti) und hend in churzer Ziit ä Suppe und en Hauptgang mit Chäs bzw. Härdöpfel verdruckt, schnell wells mir pressant gha hend uf dä Zug!

Churz zrugg zur Reception, churz verabschiede vo dem gspässige Hostel-Team und denn mit em Bus (tönt jetzt di widär eifacher als es in Realität isch, denn mer muess erscht mol dä richtig Bus finde!) schnurstracks an Bahnhof. Pünktlich isch dä Zug agschribä mit Moskau-Peking uf em Perron 3 und Gleis 6 ihfahre und mir sind in letschte Wage igstiege – hei komisch diä fahred do amigs so langsam in Bahnhof i, dass es bestimmt 5 Minute duuret bis er endlich stillstoht ;-)

So und jetzt leget mir wiiteri Kilometer Richtig Vladivostok zrugg und stieget morn Morge denn in Irkutsk am Baikalsee us…

20120214-230845.jpg

20120214-230902.jpg

20120214-230914.jpg

20120214-230923.jpg

20120214-230938.jpg

Schneegestöber in Krasnojarsk

Publiziert am | 13 Februar 2012 | Keine Kommentare

Churz noch em Siebni Ortsziit sind mir vom liebe stellvertretende Zugsbegleiter gweckt worde (also mich hett er mit sine chalte Finger a mim Arm gweckt, bin grad ufgschreckt und im erschte Moment verwirrt gsi…), damit mir es Usstiege i üsem Zielbahnhof Krasnojarsk jo nid verpasset.

Nachdem mir üsi Sache packt hend und üs vo dä Nochbere verabschiedet hend simmer denn endlich widär emol ächli usegange zum Zug und sind direkt imene chalte Wintermärli mit heftigem Schneegstöber itaucht (so stell ich mir “richtige” Winter vor – Hammer!).

Mir hend üs denn grad entschieden bevor mir dä Bahnhof verlönd is Stadzentrum, dass mir üsi nöchschte Zugbillet chaufet – gesagt getan und wells grad unheimlich problemlos alles klappet hett demit, hend mir grad au es übernöchste Billet au scho poschtet. Das mol hend mir üs wirdär für ächli feudaleri Verhältnis entschiede und zwor es Viererabteil i dä 2. Klass ;-) (nochdem churze Bett…).

Denn hend mir üs mit em Taxi uf direktem Weg ines usgwählte Hostel gmacht und zwor in eis wo anschiinend Registratione für d’Gäschte abwicklet. Dä Taxifahrer isch ächli en Halsabschniider gsi und hett viel z’viel vo üs verlangt, aber so isch es halt wenn mer so einsam als Tourist i dere Johresziit underwägs isch :-(

Acho im Hostel, hett üs ä Drüergruppe vo Fraue hinder dä Reception begrüesst und wiä – diä eint hett scho vo Afang a en Lätsch bis am Bode abe gmacht und hett bis üsne Wünsch nume no d’Auge vertrüllet und sich an Kopf glanget, denn diä Eint hett gar keis Wort usebroocht und diä Letscht hett ächli Englisch chönne defür hett sie kei Ahnig vo ihrem Hotel gha (d’Duschi hend mir zerscht mitenand müesse go sueche…!). Shlussendlich hetts denn für üs doch no es Bett geh, zwor in zwei Einzelzimmer, aber egal, defür gsehts mit dä Registration vom Visum guet us (gsehnd mir denn morn, öb würklich…hoff).

Nochem wohlferdiente Dusche, Rasiere und Zähnputze hend mir denn no churz diä letschte Reschte vo üsem Z’Morgeproviant verdruckt und hend üs denn uf dä Wäg zur Touristeinformation gmacht. Ou nei, die Suechi noch dem isch au widär super gsi – luut Reiseführer sött si im Hotel Krasnojarsk si, doch döte acho, hetts nüt gha, also d’Souvenirverchäuferin irgendwie mit Hilf vom Sproochführer deno gfrooget und au ä Antwort mit Wägawiisig mit
Handzeiche becho, also widär use noch links ums Hotel, doch döte au Nix, also imene Ministerium widär mol nohfrooge und anderi Beschriibig becho. Schlussendlich simmer imene Shoppingcenter imene Reisebüro glandet und dört hett üs ä jungi Frau uf Englisch einigi vo üsne Frooge beantwortet betreffend Stolby-Nationalpark.

Mit em Bus Nr. 50 simmer denn au zum Ziel cho und hend üs denn uf dä zirka 8km langi Wanderweg gmacht zum Nationalpark und sine pitoreske Felsformatione. Dä Hiwäg het guet 2 h duret dur tief verschneiti Tanne-Birken-Wälder und am Zielpunkt hend mir denn au tatsächlich zwei vo dene Steitürm (russ. Stolby) gseh – mega schön und mit Schnee bedeckt.

Noch dem mir au dä glichi Rückwäg bi Chälti und Schnee gmeischteret hend simmer denn gegä Obig zrugg im Hostel gsi und hend üs für dä Z’Nacht parat gmacht.

Nochem Z’Nacht i de Stadt simmer denn no noch dä Achti is Kino und hend für guet 3.- CHF mehreri urkaninischi Churzfilm zum Thema “Liebe” gseh. Muess sägä einigi vo dene sin Hammer gsi – teschnisch und Ideenmössig sind sehr guet gmacht si, min Lieblings isch ä Liebi gsi zwüsched emene ältere Herr und em Klavierspiel vonere ältere Dame…snief…

So morn Morge hämmer nochli Ziit do in Krasnojarsk und denn gohts wiiter mit em Zug noch Irkutsk…

PS: Wenn ihr eu jetzt wunderet, was das Föteli mit em Kamm söll – ich han endlich eine gfunde, welli min dihei vergesse han!

Ah jo und denn hetts no eis vomene lässige Vogelhüsli, wo sehr kreativ do us Allem bestönd!

PPS: No was Allgemeins zur Stad Krasnojarsk, ich muess sege bis jetzt gfallt mir diä Stadt do am Beschte (d’Hauptstross isch schon mit traditionelle Gebäude gsümt, es git schöne Strosselampe und Absperrige, alles isch Schneebedeckt und es lauf überall diä glichi besinnlichi Musig us Luutsprecher – fascht wiä im Disneyland.

20120213-232342.jpg

20120213-232409.jpg

20120213-232423.jpg

20120213-232441.jpg

20120213-232458.jpg

20120213-232518.jpg

20120213-232531.jpg

naechste Seite »

Willkommen

Willkommen auf meinem Blog. Hier findet Ihr allerlei Infos über meine Person, meine Freizeit und mein Studium. Viel Spass beim lesen meiner Artikel.
Pascal

Abonniere meinen Feed

Suche

Admin